06.2022


Friedhöfe in alten Städten sind immer interessant. Besonders im östlichen Ausland, sieht man dort doch am besten die Verwerfungen der letzten hundert Jahre.. große jüdische Friedhöfe, die langsam verfallen und deren letzten Sterbedaten bis auf wenige Ausnahmen in den 30er Jahren sind.. bei Daten in den 40ern finden sich dann oft als Sterbeort Ausschwitz oder ähnliches.

Dann die massive Anzahl an ungepflegten deutschen Prachtgräbern mitsamt k.u.k. Dienstgraden oder Frau Obristen.

Und dazwischen viel schüchterner die kleineren Gräber der aktuellen Bewohner.



Unter der großen Quelle 1 mit dem heißen Springbrunnen gibt es eine Versteinerungsanlage, mit Hilfe derer man Gegenstände innerhalb einer Woche versteinern kann. Man kann da auch solche oben im Andenkenshop erwerben und wir hätten auch fast eine gekauft, aber was besseres gefunden.

Dabei tropft das heiße, sehr mineralienreiche Wasser auf die Gegenstände und die Mineralien fallen aus, ähnlich wie in römischen Aquädukten oder am Wasserhahn, wenn das Wasser kalkhaltig ist.

Unten kann man dann auch noch die ganze Anlage bewundern wie die Quelle gefasst und gesichert wird und man erhält eine halbstündige Führung mit Erklärungen.

Und wenn die die Bohrungen nicht regelmäßig warten, dann setzen sie sich zu und es gibt tödliche und zerstörerische Sprudelexplosionen. (..an einer Mineralwassersprudelexplosion verstorben...)



Burg Hauenstein wurde ebenfalls enteignet und zunächst als Bergarbeiterunterkunft, dann als Heim für problematische Jugendliche und schließlich, bei steigenden Unterhaltskosten zu Tode gewohnt 40 Jahre verfallen lassen.

Inzwischen bemüht man sich von privater Seite das Schloß Stück für Stück zu renovieren und Gästen zugänglich zu machen. Es kostet Eintritt, bietet für Kinder Unterhaltung und man kann fast das ganze mit Kunstwerken dekoriere Schloß besichtigen.



Eine hübsche Sammlung an Ruinen an der Eger. Wie oft hier in Tschechien, als man 1945 nach der großen Vertreibung mühe hatte das kulturelle Erbe zu erhalten.

Das heilkräftige, saure und leicht sprudelhaltige Wasser fließt immer noch und wird auch noch fleißig von vorbei fahrenden Touristen, Radfahrern und Motorradfahrern in eigene Behältnisse abgefüllt.



So, Tour des dritten Tages... vom Goetheturm über den Otto Berg zu den drei Kreuzen... Der Otto Berg heißt so, weil dort König Otto von Griechenland sich gerne aufgehalten hat während er mehrfach Karlsbad besucht hat. Dort ist jetzt ein Aussichtspunkt und eine Säule zu seinen Ehren.


Johann Wolfgang von Goethe hatte seine letzte Liebschaft in der Gegend, und seinen Geburtstag auf Burg Elbogen gefeiert. Die glückliche war Ulrike von Levetzow, mit deren Mutter er bereits in Karlsbad ein paar Jahre vorher Bekanntschaft machte. Wie praktisch.

Die schärfere muss aber ihre Mutter Amalie gewesen sein...


So, wir sind nochmal in Karlsbad, diesmal im exklusivsten Hotel vor Ort, dem Grand Hotel Pupp dessen Ursprünge auf das Jahr 1701 zurück gehen.






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